News » Sieg erst nach drei Roten Karten
Die Handballer der Zweiten Herren der SG Oslebshausen konnten erst nach der Hinausstellung der halben Lesumer Mannschaft (3 Rote Karten) einen ab dann ungefährdeten Sieg einfahren und gewinnen erwartungsgemäß am Ende dennoch hoch mit 38:27 (15:18).
Was sich diese durch die beiden Spielertrainer Rüdiger Siuts und Jens Behrmann aufgestellte Mannschaft im Verlaufe der ersten Halbzeit leistete, wurde einem Tabellenführer alles andere als gerecht. Die Deckung schlief, der Angriff sporadisch schlecht. Die wacker kämpfenden Lesumer nicht nur ebenbürtig; klar besser.
Ballverluste im einfachsten Spielaufbau verloren und eine sehr schlecht gestaffelte Abwehr ließ keinen Zweifel aufkommen, wer dieses Spiel dominierte. Es waren die Lesumer, die mit ihren immer wieder nah an der Abwehr der SGO auftauchenden Angriffsspielern Ein ums Andere Mal Lücken in dieser auftaten und wahrlich viele Würfe verwerten konnten.
4:4 hieß es in der 6. Spielminute, den die Oslebshauser Spieler nicht wahr nahmen. So schien es. Lustlos, fahrlässig und unkonzentriert vergaben die Hausherren jegliche Chance, dieses Spiel in den Griff zu bekommen.
Es folgten Spielerwechsel, Torwartwechsel, lautstarke Ansprachen des Oslebshauser Verantwortlichen Rüdiger Siuts, welcher dem Spiel seiner Mannen sichtlich nichts Gutes abgewinnen konnte, was auch die erfolgsverwöhnten Zuschauer bemerkten.
Zur Halbzeit lag der Gast aus Lesum verdient mit 18:15 in Front.
Nach dem Wechsel - und nach einer gehörigen Ansprache des sich auch auf dem Feld selbst eingesetzten SGO-Defensiven Jens Behrmann, sich endlich einmal der eigentlichen Stärke bewusst zu werden, war nach dem 19:22 der Höhepunkt einer schlechten Spielweise der SGO auszumachen.
Zwei nochmalig, aber auch berechtigte Platzverweise, gegen den Gast aus Lesum, sollten dann die Wende im Oslebshauser Spiel bringen. Die bis zu diesem Zeitpunkt dominierenden und vom ehemaligen Oslebshauser Trainer Heiner Wenzel betreuten Lesumer hatten denen sich plötzlich an Spielfreude überschäumenden Hausherren wahrlich nichts mehr entgegenzusetzen.
Tor um Tor holten sich die Oslebshauser den viel zu lang ersehnten Sieg, in dem sich lediglich SGO-Akteur Thomas Sauerbaum auf der Linksaussen-Position das gesamte Spiel hinweg als Torgarant auszeichnete. Erwähnenswert auch die Strafwurfsicherheit des Oslebshausers Florian Bischoff.
Nach später Spielfreude und plötzlicher Lust, doch noch ein gutes Handballspiel abzuliefern, in welchem der Sieger nach allen Roten Karten der Gäste vielleicht sogar ein anderer hätte sein können, freuten sich die Oslebshauser, dieses am Ende dennoch klar für sich entscheiden zu können.
SGO: Jan Rissmeyer, Sebastian Werner (beide TW) – Guido Rückebeil (2), Thomas Sauerbaum (6), Jens Behrmann, Stephan Blase (6/4), Dennis Gerber (11/2), Stefan Schmidt (2), Fabian Huthoff (2), Ronny Jacobs (1), Florian Bischoff (8/7).
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